Behinderte besonders betroffen ZUM SERVICE STORE AM BAHNHOF RATHENOW
**Die Vorgänge um den Service Store am Bahnhof Rathenow kann ich als oftmaliger Nutzer der Bahn und Betroffener nur mit Unverständnis und Missfallen zur Kenntnis nehmen. Bisher konnte man dort problemlos nach allen Verbindungen fragen, sich Fahrkarten kaufen und sich zu den Angeboten der Bahn beraten lassen. Diese Möglichkeit würde bei einer, vielleicht auch kurzen, Schließung des Service Store wegfallen.
Neben vielen anderen Rathenower Bürgern wären insbesondere auch ältere und behinderte Menschen davon betroffen, da eine aktive und individuelle Beratung der Reisenden, besonders bei Fernreisen, auf dem Bahnhof nicht mehr vorhanden wäre.
Die beiden Automaten, die auch oft defekt sind, können von behinderten Menschen nicht genutzt werden. Sie sind nicht barrierefrei ausgestattet. Für Rollstuhlfahrer sind sie zu hoch angebracht. Für Blinde und Sehbehinderte müssten sie eine akustische Information und an der Tastatur eine Markierung in Blindenschrift erhalten.
Nach erfolgreicher barrierefreier Umgestaltung fast aller Bahnhöfe im Havelland, bei der es eine Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bahn, lokalen Behörden und Vertretern von Behindertenverbänden gab, würde die Schließung des Service Stores einen Rückschritt bedeuten.
Besonders in der beginnenden Feriensaison könnte es zu einem Zuwachs von Touristen kommen, deren Ziel der Optikpark und die anderen Ziele im Havelland sind. Besonders ältere und behinderte Menschen werden dabei die Bahn nutzen. Deshalb sollte auch weiterhin eine Information und Beratung am Bahnhof Rathenow möglich sein.
Ich unterstütze als Sprecher des Arbeitskreises der Interessenvertretung behinderter Menschen die Aktion zum Erhalt des Service Stores und bitte alle Bürger, sich daran zu beteiligen.
ULF SCHILDBERG
Rathenow
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